ORAKEL 2099 - verfasst um 1975



Dieser Text wurde hauptsächlich verfasst um das Jahr 1975 und ist heute mehr gültig als je. Und was noch nicht geschehen ist, wird wahr bis 2099....



Letztes Kapitel aus dem Buch "Linien zum Himmel ziehen"

Im Jahr 2006 deckt der Zirkus von AL GORE noch nicht einmal 10 Prozent der Themen ab, die dieses Magazin vor 25 Jahren schon enthalten hat...  und GW Bush und seine Horde, gefolgt von Obama, mit deren verblödeten Think-tanks begreifen nicht einmal ein einziges Prozent von "ORAKEL 2099". Und die ganzen Weltmedien schreddern Quatsch vom Morgen bis zum Abend, statt diesen Text auf die erste Seite jeder Zeitung zu bringen oder im TV oder Radio permanent zu wiederholen....

Die Welt goes down the Orcus - und die beschränkten VIPs an der Front feiern ihre eigene Blödheit.


O R A K E L   -  2 0 9 9


A.  V O R A U S S A G E N

Im Altertum wurde das berühmte "Orakel von Delphi" etwa konsultiert, wenn die Menschen wissen wollten, wie es in naher Zukunft weitergehen würde. Viele Tatsachen weisen darauf hin, dass gerade unsere Tage wieder eines Orakels bedürfen, das uns in aller Deutlichkeit und der gebotenen Logik und Folgerichtigkeit die Entwicklung bis zum Jahr 2099 (als Metapher) vor Augen führen sollte.


Möchten Sie wissen, wie es mit uns und unserem Raumschiff Erde in nächster Zukunft weitergeht? Sie können sich dieses Wissen, ohne visionär veranlagt zu sein, aufgrund vergangenheitlicher Entwicklungen und gegenwärtiger Geistesströmungen selbst schaffen.

Vergleichen Sie Ihre Schlussfolgerungen mit dem "Orakel 2099". Sie werden zu weiteren denkerischen Ansätzen gelangen, gleichgültig, ob Ihre "Vision" mit dem Orakel übereinstimmt, ihm widerspricht oder nur in einzelnen Teilen gleich lautet. Eines ist gewiss: Die Gegenwart braucht diesen geistigen Einsatz dringend, wenn die Wurzeln des Denkens erreicht sein wollen, um eben die vom "Orakel 2099" vorausgesagten Szenarien zu vermeiden.

Ökologie 2099

Unzählige Milliarden Tonnen von vergastem Erdöl haben sich vor allem in der nördlichen Hemisphäre durch ihre zunehmende Verdichtung verheerend ausgewirkt: Der gesamte Baumbestand ist weltweit infolge schlechter Luft- und Wasserqualität sowie verheerender Naturkatastrophen vom Aussterben bedroht. Nur noch isolierte Gebiete der Erde sind dem grenzüberschreitenden Baumsterben entronnen. Die Luftverschmutzung hat ein solches Ausmass erreicht, dass in vielen smogverseuchten Ballungszentren der Welt nur noch in Schutzmasken auf die Strasse gegangen wird, nachdem alarmierende Ärztestudien über die effektiven Gesundheitsschäden infolge der Schadstoffbelastungen veröffentlicht und durch Statistiken erhärtet worden sind. In den Innenräumen der Häuser muss die Luft filtriert werden.

Das Wetter spielt weltweit verrückt. Die Wahrnehmung über die Realität des Planeten in Bezug auf die Veränderbarkeit der Stärke von Luftströmungen und der gewaltigen Aufladung von Naturkräften wird nicht im richtigen Ausmass erkannt. Wissenschaftler und Meteorologen sind voll damit beschäftigt, die Vorkommnisse zu relativieren und zu "erklären", denn sie wollen die Menschen über das wahre Ausmass der menschgewollten Veränderung nicht aufklären, damit Gegensteuer gegeben werden kann. Deshalb werden gewaltige Regenmassen, Schnee- und Eisstürme, Tornados, Hurrikane und andere Wirbelstürme riesige Gebiete zunehmend verwüsten und die Infrastruktur der Menschen zerstören. Zusammenhängend damit werden in anderen Gebieten Hitzewellen und Trockenheitskatastrophen die Wasservorräte zum Versiegen bringen, und damit die Nahrungsmittelerzeugung noch mehr in Frage stellen.



In grossen Gebieten der Erde sind die Seen und Flüsse übersäuert und beinahe leergefischt. Das Grundwasser muss industriell aufbereitet werden, weil Giftstoffe, saurer Regen und Überdüngung der Böden das Grundwasser nachhaltig ruiniert haben. Wasser wird nur noch in Rationen abgegeben. Saures Wasser in Verbindung mit verschmutzter Luft hat auch die Fruchtbarkeit der Wiesen und Felder für Getreide und Bodenfrüchte beeinträchtigt. Infolge von Nahrungsmittelknappheit ist die Fleischproduktion stark reduziert worden, da die Futtermittel für die Menschenernährung verwendet werden müssen. Das Auslaufen von Giftstoffen und radioaktiven Abfällen, die jahrzehntelang in unvorstellbaren Mengen in die Meere versenkt wurden, hat sich für weite Teile der Ozeane verheerend ausgewirkt. Der Meerfischkonsum hat wiederholt zu weit verbreiteten Nahrungsmittelvergiftungen geführt und damit ist der Fischkonsum praktisch zum Stillstand gekommen.

Inzwischen haben das Abholzen und das Absterben weiter Waldgebiete, vor allem in tropischen Ländern, zu weiteren starken meteorologischen Veränderungen geführt. Weite Landesteile sind deshalb verödet und ausgewaschen. Die Verbreitung von Trockenheitsgebieten in Afrika und in Südamerika hat zu Verschiebungen in der Bevölkerungsdichte in diesen Kontinenten geführt. Überschwemmungen grossen Ausmasses haben ungeheure Mengen des nicht mehr gesicherten Humus weggeschwemmt. Verteilungskämpfe um Grundnahrungsmittel finden mit wenigen Ausnahmegebieten überall auf der Erde statt.


Politik 2099

Für die USA hat die jahrelange Fehlhaltung einer Politik der Konfrontation mit den Oststaaten und ihre Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten in allen Regionen der Welt ihr Werk getan: Die USA wird zur meist gehassten Nation der Welt. Die Sozialisierung und Bewusstseinsbildung in der Dritten Welt hat weiten Volksteilen offenbart, dass die USA bei der Erhaltung von menschenunwürdigen Machtstrukturen, hauptsächlich in lateinamerikanischen und einigen nah- und fernöstlichen Staaten, mitwirkten. Diktatorische Oligarchien sind beinahe in allen diesen Staaten überwunden und durch demokratische Regierungen ersetzt worden. Westeuropa hat sich von den sich militaristisch und patriotisch gebärdenden USA distanziert und verfolgt einen auf Ausgleich bedachten politischen Kurs mit dem Osten und den Entwicklungsländern. In den ehemals kommunistisch regierten Oststaaten hat die Ernüchterung über die falschen Rezepte des Neoliberalismus zu starken autarken Strömungen geführt.

Die Entwicklungsländer sind nach vergeblichem Bemühen, die drückende Schuldenlast gegenüber den industrialisierten Ländern abzubauen, darauf angewiesen, die naheliegenden Versorgungsprobleme selbst zu lösen. Mit Schutzkartellen versuchen sie, ihre Rohstoffe und Bodenschätze möglichst zu marktgerecht hohen Preisen an die Industriestaaten zu verkaufen. Russland und China haben sich nach dem im Westen beobachteten Debakel des kapitalistischen Wirtschaftssystems darauf verlegt, eine auf Erhaltung der Lebensressourcen bedachte Politik zu betreiben. Das Gebiet der ehemaligen Sowjetunion profitiert vom Umstand, dass in der Vergangenheit ein reduzierter Zugang zum Weltmarkt und ein technologischer Rückstand die rasche Ausnützung von den riesigen Bodenschätzen in Sibirien und anderen Gebieten verunmöglichte, sodass diese nun in sinnvoller und schonender Weise gewonnen und verwendet werden können.

Wirtschaft 2099

Aufgrund ihrer politischen Isolation haben sich die USA auch wirtschaftlich auf sich selbst zurückgezogen, wobei ihr die infolge Raubbaus an den eigenstaatlichen Energie- und Rohstoffen aufgezwungene Mangelsituation ernste Probleme aufgibt. So plant dieser Staat, durch militärischen Einsatz oder Drohung einzelne Energie- und Rohstoffströme der Welt zugunsten der USA umzuleiten. Der durch die Schuldenkrise bewirkte Rückzug der Dritten Welt hat sich zuvor katastrophal für die wirtschaftliche Lage hauptsächlich der noch reichen Länder des Westens ausgewirkt. Die Rückzahlung langfristiger Schulden und Zinsen wird aufgrund einer widersinnigen Zinsspirale unmöglich. Dies hat eine Erhöhung der starken Währungen und gleichzeitig eine geldpolitische Benachteiligung der Entwicklungsländer im Welthandel ausgelöst. Die netzartig verwobenen Forderungsverhältnisse zwischen den Grossbanken haben dann zu einer Kettenreaktion geführt und die Folge davon ist ein weltweiter Bankenkrach. Unter der Berücksichtigung des hohen Eigendefizits und der rasch zunehmenden Verschuldungslage einzelner Staaten kumulierte die Lage zu einer allgemeinen Wirtschaftskrise. Das knappe Geld und die Riesenverluste an angelegten, uneinbringlichen Spekulationsgeldern und Forderungen gegenüber finanzschwach gewordenen Staaten und Unternehmen haben sich lähmend auf den Investitionswillen und das Sparvermögen von Wirtschaft und Privatanlegern ausgewirkt. Europa, verärgert über protektionistische Auswüchse vonseiten der USA, hat sich vermehrt um eine Regelung der wirtschaftlichen Verhältnisse mit den Oststaaten und der Dritten Welt bemüht. Ökologische Sachzwänge haben das Austauschvermögen zwischen diesen Ländern jedoch nachhaltig vermindert. Eine verstärkte Tendenz zur Autarkie auf der Basis heruntergeschraubter Konsumansprüche macht sich überall bemerkbar.

Weite Teile der afrikanischen und asiatischen Bevölkerung vegetieren dahin. Die Bevölkerungsexplosion und die ökologisch bedingte Einbusse bei der Nahrungsmittelproduktion verursachen eine Angleichung der Bevölkerung an die lebbaren Bedingungen in den verschiedenen Gebieten durch riesige Hunger- und Seuchenkatastrophen. In Asien hat nur China infolge seiner weit zurück reichenden Bevölkerungspolitik das Versorgungsproblem einigermassen unter Kontrolle gebracht. Nationale Selbstversorgungsprobleme in den industrialisierten Ländern haben die Entwicklungshilfe und die Nahrungsmittellieferungen auf ein Minimum reduziert. Nationalegoistische Tendenzen manifestieren sich rund um den Erdball.

Im Verkehr hat sich eine enorme Einschränkung des Privatverkehrs zugunsten der öffentlichen Verkehrsmittel aus ökologischen und ökonomischen Sachzwängen heraus ergeben. Der Flugverkehr ist sehr stark eingeschränkt, da die lange verneinte Gesundheitsschädigung endlich erkannt wurde und somit der Widerstand gegen die Kerosinteppiche begonnen hat. Die Ferienindustrie und der Massentourismus liegen weltweit darnieder. Die Bauwirtschaft muss sich auf tieferem Niveau etablieren und ist hauptsächlich mit Restaurierungsarbeiten an früher gebauten Werken beschäftigt. Für neue Grossprojekte fehlen die Mittel und die Zustimmung der Volksmehrheiten.


Religion 2099

Der Papst in Rom ist nur noch ein machtloser geistiger Repräsentant des Katholizismus. Die päpstliche Weltanschauung in Bezug auf die Bevölkerungsexplosion und ihre Auswüchse sowie die Erhaltung menschenfeindlicher Machtstrukturen hat sich für die Autorität der dogmatischen Kirche vernichtend ausgewirkt. Die christliche Lehre hat sich nach dem Durchbruch der Befreiungstheologie vereinheitlicht und die Grenzen von reformierten und katholischen Glaubensbekenntnissen verwischt. Die weitgehend verschwundenen Oligarchien haben sich den Verhältnissen gefügt und die entsprechenden Schichten haben sich ebenfalls und notgedrungen den Ideen der Befreiungstheologie unterworfen. In Nordamerika und Europa gibt es noch eine von einer Minderheit vertretene dogmatische Glaubensrichtung, die jedoch ständig an Gewicht und Verbreitung verliert, weil konservative Sekten immer mehr Gläubige an sich binden.

Die asiatischen Glaubensbekenntnisse behalten ihren Einfluss in ihren Stammgebieten weitgehend und verbreiten sich auch im Westen in dem Masse, wie die dogmatische Kirche ihre Glaubensgenossen verliert. Einzelne Gebiete mit ausgesprochen isolatorisch vertretenen Glaubensbekenntnissen stehen dieser Öffnung allerdings mit Vehemenz und zum Teil mit Fanatismus entgegen. Weltweit ist ein fundamentales Umdenken über Dasein, Lebenssinn und Machbarkeit in Gange gekommen und wird von der christlichen Lehre unterstützt, um der drohenden Ausdehnung einer lähmenden Apathie entgegenzuwirken.

Militärische Lage 2099

Damit die vorgehenden Voraussagen ihren Sinn behalten können, schweigt sich das Orakel über die Einwirkung militärischer Overkillmöglichkeiten auf die Menschheit des Raumschiffes Erde aus. Die beschriebenen Szenarien treffen nur unter der Bedingung zu, dass man trotz militärischer Aufrüstung und geistiger Dekadenz in Ost und West noch bis zum Jahr 2099 gelangen wird. Doch das Jahr 2099 ist auch militärisch gesehen noch sehr weit weg.

Schlussfolgerungen

Der zunehmende Nihilismus und Hedonismus macht die Menschen auf diesem Planeten unempfindlich für langzeitliche Gedanken. Sie interessiert weder die historische Wahrheit ihres Zustandes, die sich aus der Vergangenheit ableiten lässt, noch die darauf basierenden absehbaren Konsequenzen für die Zukunft. Schriften, die auf diese Wahrheiten hindeuten, wie zum Beispiel "Grenzen des Wachstums" vom Club of Rome, wurden bis zu Unkenntlichkeit kritisiert und deformiert. Es wurde nicht erkannt, dass die Verlängerung der Fristen für die Zerstörung von Naturgaben oder der Erschöpfungszustände allen Verbrauches von planetaren Ressourcen eine Bestätigung der Lehre ist, und nicht deren Widerlegung. "Die Lichter aller Warnsignale zum Erlöschen bringen", das ist die eigentliche geistige Leistung der Eliten dieser vom Kapitalismus beherrschten Welt zum Ende des zweiten Jahrtausends.

Ohne ein fundamentales Umdenken über unser Verhalten in ökologischer, politischer, wirtschaftlicher und militärischer Hinsicht führt der Weg ins nächste Jahrtausend in einen noch kaum vorstellbaren Engpass. Es ist möglich, dass die Menschheit durch dieses Nadelöhr des Grauens gehen muss, um überhaupt zu lernen, wie man anderen Menschen, der Natur und anderen Lebewesen gegenüber richtige Verhaltensweisen entwickelt, um überleben zu können.

Besser wäre es, wenn ein geistiger Marschhalt stattfinden könnte und jeder Einzelne sich bewusst würde, wohin die destruktiven Gewohnheiten und die Raffgier führen werden. Der bescheidene Beitrag des "Orakel 2099" ist der folgende zweite Teil des Berichtes: "Lösungswege".





B.  L Ö S U N G S W E G E


Das "Orakel 2099" hat in den Voraussagen die Szenarien beschrieben, die voraussichtlich im Jahr 2099 in Ökologie, Politik, Wirtschaft und Religion sein werden, wenn nicht gewaltige geistige Umwälzungen, ein eigentlicher Paradigmenwechsel in der Philosophie des Erkennens vor Realität, in den Weltbevölkerungen erwirkt werden können.

Alle Medien der Welt haben schon unter verschiedenen Titeln treffend die geistige Unbeweglichkeit der Verantwortlichen in den Supermächten an den Pranger gestellt. In ihrem gegenseitigen Abschreckungswahn und Anspruch auf alleinige ideologische Wahrheit drohen sie mit nur rund 10 % Bevölkerungsanteil die restlichen 90 % der Weltbevölkerung politisch, ökologisch und wirtschaftlich zu erdrosseln, indem sie in diesen Bereichen als Vorreiter und Irrdenker die wesentlichen Sachzwänge für die ganze Welt schaffen.

Diese Grundtendenzen führen unter Mitwirkung geistig willfähriger und gleichgeschalteter Nationen zu den schrecklichen Visionen, die in den VORAUSSAGEN vorweggenommen sind. Es hat ungeheure Anstrengungen gekostet, diese Fehlentwicklungen voranzutreiben und um dahin zu gelangen, wo wir heute alle stehen:

Technologisch ist praktisch alles machbar. Wer in kontrollierter Weise Menschen auf den Mond setzen kann oder eine Raketenbasis in 10 000 Kilometern Entfernung genau trifft und mit unvorstellbaren Energien vernichten kann, hat fürwahr bewiesen, wozu man fähig wäre, wenn das Wissen und die Machbarkeit in die richtigen Bahnen gelenkt würden.

Es ist entlarvend, dass man Menschen unter Aufbietung enormer Mittel an Kapital und Wissen auf den Mond schiesst, jedoch gleichzeitig nicht in der Lage ist zu überlegen, welche Folgen diese Technologien auf Umwelt und geistiges Wohlbefinden, kurz, auf die echte Lebensqualität für die auf der Erde lebenden Menschen haben und noch verstärkt haben werden. Weder Bevölkerungsexplosion, Hungerprobleme, Wasserverseuchung noch Waldsterben sind unter Kontrolle zu bringen. Im Gegenteil: Diese Probleme galoppieren heute einer Endlösung entgegen. Militärisch hat die Kluft von der technologischen Machbarkeit und ihrer geistigen Bewältigung zu kollektivem Verfolgungswahn und Schattenängsten geführt. Wer in guten Treuen behauptet, dass die Menschheit angesichts der computer-"gesicherten" Knopfdruck-Kriegsmentalität nur schon das nächste Jahr erreicht, setzt falsche Signale, handelt mit Illusionen und vertritt eine weltgefährdende Politik.

Mit der Vergabe der Gelder reicher Staaten und Privatpersonen ist in einer Weise umgegangen worden, dass wir heute auf einer weit unterschätzten Hypothek für die zukünftige Wirtschaft und deren Generation sitzen, die man unter dem Begriff "Deficit spending" kennt und als Resultat davon gibt es eine enorme Staatsverschuldung. Diese zwei Begriffe werden selbst von Wirtschaftsjournalisten ständig verwechselt:

- Deficit spending = Die Volkswirtschaft mit Ausgaben-Überschüssen eines Staates gemäss irrealen Wirtschaftstheorien unterstützen wollen. Bei diesem Vorgang ist das Defizit (Verlust eines Jahres - Erfolgsrechnung) das Resultat der Staatsrechnung lediglich eines einzigen Jahres.

- Staatsverschuldung = Überschuldung einer Volkswirtschaft, jedoch nur bezogen auf den Staat (also ohne alle Untergebiete, Städte, Konzerne, Individuen). Bei diesem Vorgang ist die Verschuldung (durch Verluste der gesamten Vergangenheit - Bilanz) das Resultat einer periodenlangen Misswirtschaft einer Volkswirtschaft und repräsentiert den katastrophalen und irreversiblen Schuldenstand eines Staates.

Diese Unterscheidung ist wichtig und fundamental: Einmalige Defizite sind kein Problem, weder in Privathaushalten, Konzernen, noch in Staaten. Sie könnten theoretisch kurzfristig durch Überschüsse kompensiert werden. Viel katastrophaler sind dagegen die grassierenden Staatsverschuldungen. Sie sind beinahe nicht mehr aus der Welt zu schaffen und können das Weiterkommen späterer Generationen erschweren oder gar verunmöglichen.

Selbst die einschlägig anerkannten Notenbankpräsidenten können nicht aus der Welt reden, in welch desolater Situation wir uns geldpolitisch befinden. Sie verstrahlen bei stets rascher anwachsendem Verschuldungsgrad (bei 6 % Zins verdoppelt sich eine Schuld beim System der totalen Umschuldung in nur 12 Jahren! - dies wohl auch ein Grund der jetzt sehr tiefen Zinssätze) einen Zweckoptimismus, an den sie selber nicht mehr glauben können. Es ist bezeichnend, dass sie von einer sozialen Zeitbombe in den Schuldnerstaaten sprechen und trotzdem der Entwicklung mit "Vertrauen und Zuversicht" entgegensehen ... Inzwischen ticken die militärischen, die ökologischen und die wirtschaftlichen Zeitbomben so laut, dass sie heute jeder hören kann, der gewillt ist zu hören, zu analysieren und zu denken.

Die Verdrängungsmechanismen der von postmodernen Show-Politikern beeinflussten Menschen funktionieren zwar vorläufig unter Mitwirkung der allmächtigen und willfährigen Medien ihrer Lande noch besser, weshalb das Problem nicht mehr lautet: Hier der "gute" Kapitalismus und dort der "böse" Sozialismus, sondern: Hier die noch Sehenden und dort die schon Blind-und-Tauben, in allen Ländern der Welt.

Das "Orakel 2099" meint, dass sich nun endlich Handlungen aus den heutigen Engpässen aufdrängen und zeigt zur Verhütung der schrecklichen Voraussagen die folgenden Lösungswege:


Politik

Es besteht wenig Hoffnung, dass die ideologisch verbohrten Menschen in den Supermächten dieser Erde zuerst vernünftige Handlungsweisen entwickeln werden. Demnach ist es an den Staaten der übrigen Welt, diesen verstockten Geistern den Weg zu weisen. In Anbetracht der militärischen Potenz der letzten Supermacht und der neu erstehenden Atommächte ist eine einseitige Absetzbewegung zum Beispiel westeuropäischer Staaten durch Schaffung von entmilitarisierten Zonen sinnvoll. Nichts hat der Menschheit so sehr geschadet wie der Nationalismus und der Patriotismus (und der damit verwandte ethnische und religiöse Grössenwahn), jene Werkzeuge, die über Jahrtausende ungeheure staatskriminelle Taten innerhalb und ausserhalb nationaler Grenzen ausgelöst haben.

Für einmal könnte diese verderbliche Triebfeder positiv wirken, denn das westeuropäische Vorbild, beim atomaren Holocaust nicht mehr mitzuspielen, müsste bei den übrigen Staaten, deren Bevölkerung immer noch mehr nationalistisch denn ethisch-sozial denkt, den Wunsch einer Einbeziehung in diese neutrale Zone bewirken. Andernfalls bleiben sie für die supermächtigen Waffensysteme ebenso Erstschlagsgebiete wie es die Sowjetunion und die USA seinerzeit waren. Wenn sich die USA und neue Atom- oder Supermächte nun gegenseitig ohne geistige Unterstützung in ihrem Wahn durch Verbündete Auge in Auge gegenüberstehen, werden die Bevölkerungen dieser Nationen, die bereits durch das Vorbild der Absetzbewegung in anderen Staaten alarmiert wurden, endlich voll bewusst, welch unausweichlicher Gefahr eigentlich nur noch sie allein ausgesetzt sind. Die übrigen Staaten riskieren zwar noch eine militärische Besetzung, der sie mit geistigem Widerstand und Guerillaaktionen entgegentreten könnten, doch dies ist reine Theorie, denn das militärische Patt der Supermächte mit Massenvernichtungswaffen wird solche Übergriffe praktisch verunmöglichen, sofern sie sich nicht verbünden und gegen den Rest der Welt verschwören. Dagegen wäre die Gefahr der Selbstvernichtung für die übrigen Staaten weitgehend gebannt.

Welch ungeahnte Erleichterung es für die Menschen dieser Staaten sein wird, den potentiellen "Feind" nun wieder mit geistigen Waffen anstelle der militärischen Selbstvernichtung zu schlagen, können dynamisch denkende Menschen schon heute ohne weiteres nachvollziehen. Auf sich selbst gestellt, würde der Druck der Bevölkerung der Supermächte auf ihre Regierungen in einer Weise zunehmen, dass der Zwang zur kontrollierten Abrüstung bis zum Punkt, da eine Totalvernichtung der jeweiligen Staaten ausgeschlossen werden kann, nur noch eine Frage der Zeit sein wird.

Ob all diese Mechanismen greifen werden, bevor es zum atomaren, langsam eskalierenden Showdown kommt, ist die heute alles entscheidende Frage.

Doch leider gilt heute immer noch meine vor langer Zeit erdachte Formel:


Macht x Dummheit = Selbstzerstörung

Ob man die westlichen Demokratien als "Diktatur der dummen Mehrheiten", die sozialistischen Regimes als "Diktatur der Apparatschiks" und die Oligarchien als "Diktatur des Geldes und der Militärs" bezeichnen will - alle haben sie gemeinsam, dass sie in militärischer, ökonomischer und ökologischer Hinsicht verderbliche Ziele anstreben und dadurch kaum mehr zu korrigierende Sachzwänge zum Schlechten schaffen.

Nichts schadet der Menschheit und der Natur von heute mehr als das als Tugend dargestellte, pragmatische Verhalten aller Politiker, Wirtschaftsführer, Militärs und Wissenschaftler, dieses Einverständnis und Anfreunden mit den bestehenden, zerstörerischen Strukturen und Verhältnissen. Dieser Pragmatismus wird als vernünftige Geisteshaltung proklamiert, doch seit wann ist eine Anpassung an zerstörerische Bedingungen ein Segen?

Ökologie

Der Durchschnittseuropäer sieht heute einen grünen Baum, eine gesunde Rebe oder eine saftige Wiese und sagt sich beruhigt: Alles Gerede vom Waldsterben ist dummes Geschwätz, die Natur lebt ja noch. Da hat der Bürger recht: Die Natur lebt n o c h. Doch sie stirbt dennoch unmerklich und rasch, denn der Keim des Todes ist heute schon in jedem Baum, in jedem Gewässer - ja, in jeder Pflanze. Schon in wenigen Jahren haben wir die Bescherung, selbst dann, wenn nun endlich alles getan würde, was schon vor 1960 hätte getan werden müssen, wenn die Menschheit nicht nur technologisch intelligent, sondern im Sinn der alten indianischen Kulturen in natürlicher Weise intelligent wäre. Trotz Filteranlagen, Katalysatoren und Einschränkungen industrieller und verkehrstechnischer Auswüchse sind die heute bestehenden Wälder, Fruchtbäume und weite Wiesen- und Rebgebiete unrettbar verloren. Gleich einem Menschen, der den Keim des Krebstodes in sich spürt und nur noch ein bis zwei Jahre zu leben hat, ist es mit den Bäumen und Pflanzen: Die Saat des Todes hat auch hier irreversibel gewirkt. Wir Zauberlehrlinge haben es gründlich fertiggebracht: Alles ist eine Frage einiger weniger Jahre.

Eine Aussicht auf Rettung besteht trotzdem noch, doch muss nun alles sehr rasch und gründlich geschehen:

Die Schadstoffemissionen müssen sofort sehr drastisch gesenkt werden. Wo es nur noch ums nackte Überleben geht, müssen wirtschaftliche Überlegungen radikal in den Hintergrund treten. Wir haben die technologischen Möglichkeiten, in verträglicher und sanfter Weise auf die Natur einzuwirken, ohne sie gleich zu zerstören. Wir haben die Möglichkeit, uns in nützlicher Frist und unter Einwirkung eines neuen (eigentlich sehr alten) Zeitgefühls in öffentlichen Verkehrsmitteln zu bewegen. Der Privatverkehr ist so lange nur noch bei absoluter Notwendigkeit zu gestatten, bis die Industrie absolut reine Motoren und Auspuffsysteme geschaffen hat. Grosstechnologische Anlagen werden nur noch betrieben, wenn sie auf ihre ökologische Verträglichkeit geprüft wurden.

Oberste Instanz für die ökologischen Belange muss in allen Staaten ein mit absoluter Autorität ausgestatteter Wissenschaftsrat sein, der nach menschlich besten Kriterien zusammengesetzt sein wird.

Dieser Wissenschaftsrat sorgt dafür, dass die Forstbestände erneuert werden, sobald wieder jene Luftqualität besteht und die Säure des Regens soweit reduziert ist, dass eine Neuanpflanzung der Bäume unter Überlebensbedingungen garantiert ist. Dasselbe gilt für Wiesen und Reben, Obstbäume, Fischbestände in den Gewässern. Umweltverschmutzer werden endlich als das behandelt, was sie tatsächlich sind: Verbrecher gegen das Überleben ihrer Mitmenschen. Es ist lächerlich, dass heute noch der Diebstahl einer Handtasche kriminologisch bedenklicher ist als die Verseuchung ganzer Flüsse und Landstriche oder die dauernde Verpestung der Luft. Dieser Umstand ist kennzeichnend für die irregeleiteten materialistischen Denkweisen der heutigen Zivilisation. Verglichen mit den Indios und den Indianern vor der Ausrottung durch den "überlegenen" Geist der Eroberer, sind wir weitgehend schizoid und realitätsentrückt. Wo der geistige Wahnsinn der Massen zur sozialen Norm geworden ist, muss die Normalität folgerichtig zum Wahn erklärt werden.

Es müsste jedem Klarsichtigen einleuchten, dass vorerst mindestens die Hälfte der Rüstungsbudgets für die Verhütung aller nicht militärischen Mechanismen der Selbstzerstörung eingesetzt werden müsste, was in doppeltem Sinne ungeheuren Nutzen erzeugen würde.

Es ist anzunehmen, dass die oben geschriebenen Lösungswege als total der Realität entrückt in den Mülleimer der noch beschränkt verfügbaren Zeit geworfen werden und die ökologische Selbstvernichtung vorangetrieben werden wird. Daran wird zuletzt das "Orakel 2099" etwas ändern können. Die Grabkreuze für Menschen, Tiere und Pflanzen stehen bereit. Irreversibel?

Wirtschaft

In diesem Bereich etwas ändern zu wollen, ist beinahe noch schwieriger als in politischer oder ökologischer Hinsicht, weil die Regierungen, die Unternehmer, die Kapitalgeber, die Zentralplaner, die Gewerkschaften und die Angestelltenverbände eine unheilige Allianz geschmiedet haben. Alle wollen sie materiell ihre vermeintlichen "Vorteile" nicht opfern. Dieses Festhalten an erreichten Positionen wird den wirtschaftlichen Ruin aller bedeuten.

Am Anfang einer wirtschaftlichen Normalisierung steht deshalb auch hier ein tiefgreifendes Umdenken über die bestehenden Normen. Was braucht der Mensch? Er braucht Nahrung, Kleider und eine Unterkunft. Für das Überleben ist alles Übrige geschenkt: Boden, Luft, Wasser, Rohstoffe, Pflanzen, Sonne, geistige Präsenz, Liebe, Frohsinn, Zusammengehörigkeitsgefühl zu anderen Menschen aller Rassen und Ideologien, zu Tieren aller Art, ob Kuschel-, Nutz- oder Kreuch- und Erdtiere und schliesslich zu der Umwelt als ökologisches System. Doch was hat der materialistische Wahn mit den Gratisgütern und unserem Verhältnis dazu fertiggebracht? Man vernichtet es systematisch und ersetzt es durch Süchte: Bewegungssüchte, orale und visuelle Süchte, Süchte des Geistes und der Sinne. Sucht der "Unterhaltung": Je brutaler und perverser die Medien sich gebärden, umso "glücklicher" ist der Bürger, nach dem Motto: Gib uns heute unser täglich Morden im Fernsehen und ein freies Stück Autobahn zum Gasgeben.

Die Geldgier und die Zinsphilosophie werden dafür sorgen, dass zuerst die Ärmsten der Welt verzweifeln, dann die Regierungen der verschuldeten Staaten die Aussichtslosigkeit, gegen die Zinseszinseskalation und die Dollarhausse zu kämpfen, als Sisyphusarbeit erkennen und resignieren, und schliesslich zuerst die Gläubigerbanken und dann die Gläubiger dieser Banken in den Strudel der Verluste gezogen werden, und alle im vom Konsumwahn erzeugten Schuldenmeer untergehen. Dabei wird es danach den Ärmsten der Armen gerechterweise noch am besten gehen, weil sie sich an den Zustand der Bedürfnislosigkeit bereits gewöhnt haben. Dass jeder Realitätssinn für die wirtschaftliche Machbarkeit offensichtlich abhanden gekommen ist, wird hier offenbar. Anstelle einer Zusammenarbeit über alle Grenzen hinweg, einer Ausdehnung der Exportmöglichkeiten für die verschuldeten Staaten, wird zum eigenen Schaden gegenteilig gehandelt und bei viel zu hohem Zinsniveau werden ungerechtfertigte Forderungen an Staaten gestellt, deren Oligarchien mit vollem Wissen der Gläubigerbanken die Gelder zu eigenem Nutzen missbraucht und zum Teil wieder in den Gläubigerstaaten privat hoch verzinslich angelegt haben. Dabei brüstet sich der neoliberalste Staat, die USA, als Hauptstütze dieser Oligarchien, mit ihrer vermeintlich klugen "Deficit spending"-Politik einen Importsog zugunsten der verschuldeten Staaten geschaffen zu haben. Wie kurzsichtig diese Politik war, wird offenbart, wenn das Ende der Geschichte die Wahrheit über das unerträgliche Erbe dieses Missmanagements sichtbar werden lässt.

Alle reichen Investoren aus den USA, den arabischen Staaten, der Schweiz, Deutschland und anderen noch privilegierten Ländern sollten wissen, dass die aus Zinsgier und Kursspekulation an den Börsen investierten Reichtümer heute grösstenteils nicht mehr vorhanden sind. Über Grossbanken ist das Geld einerseits in unrentable Grossprojekte der Dritten Welt, die sich entweder als wirtschaftlich überflüssig oder umweltschädigend erwiesen, verschachert worden und ist bekanntlich weder als Nominal- noch als Zinsschuld rückzahlbar. Auch die Investition in Aktien ist eine künstliche Sache, wenn man bedenkt, dass nur die Struktur einer aufrechtzuerhaltenden Konsumgier der übersättigten Völker heute noch jene Gewinne realisieren lassen, die die zukünftigen Gewinne schaffen, die den inneren Wert der Unternehmungen ausmachen und worauf dann die Aktienkurse basieren. Die kleinste ökonomische oder ökologische Krise kann diese schiefen Kapitaltürme zum Bersten bringen. Wie hoch die Gefahr dieser Krisen in nächster Zukunft ist, will "Orakel 2099" vorbeugend ins Bewusstsein der am meisten betroffenen Bürger bringen.

Andererseits ist das Geld unwiederbringlich über die hohen Staatsverschuldungen in den USA und anderen Ländern für Rüstungsgüter und andere unveräusserliche Staatsaufgaben verbraucht worden. Dies führte zum Beispiel in den USA zu einem bilanzmässigen Schuldenhaufen von vielen Billionen Dollars, mit jährlichen Haushaltsdefiziten dauernd noch mehr angeheizt, daneben ein galoppierender Zinsendienst, der die prozentualen Anteile an den Staatsausgaben immer unrealer werden lässt. Und noch wachsen, vor allem in Zeiten von Rezessionen, in allen Staaten in dieser Welt des Wachstums-Grössenwahns die Schulden pro Jahr immer noch mehr - zulasten zukünftiger Generationen. Es sind gerade die grössten Irrdenker, wie die USA, die der ganzen Welt diktieren wollen, wie sie ihre Staatseinnahmen und -ausgaben zu gestalten haben. Damit schwächen sie die anderen Staaten; sie selbst profitieren vom Vorsprung im Bereich der Technik, der Informatik und ihres Know-how auf wirtschaftlichem Gebiet. Wie im Mittelalter wird hier mit Kanonen auf jene geschossen, die noch Pfeil und Bogen zur Verteidigung benutzen. Mit ihren Geldreserven, die sie dem Ausland abgeluchst haben, und der Gewalt eines überhöhten Dollarwertes können die USA Macht ausüben und werden dabei mit ihrem selbsterfundenen neoliberalen Modell immer reicher zu Lasten der schwächeren Wirtschaftseinheiten in dieser Welt. Reiner Staatsegoismus zu Lasten jener, die im Zeitalter der Globalisierung noch keine Gegenmacht aufzubauen wussten.

Die Schuldenrückzahlungen zu "sozialisieren", wie dies von Bankpräsidenten behauptet wird, ist ein unmögliches Unterfangen, denn weder die Völker der Drittweltstaaten noch jene der USA und anderer Industrieländer (neu: Dienstleistungs- resp. Informatikländer) werden bereit und fähig sein, die Zeche für eine unfähige Staatsführung und für die Illusionen der Bankiers zu bezahlen. Dazu ist heute schon die "Steuerkuh", der angestellte Mittelstand, zu sehr ausgepresst und trotz ihrer Naivität doch schon zu sehr über die Zusammenhänge aufgeklärt.

Einmal mehr versucht man - wie beim ökologischen Verhalten - auf Kosten der Zukunft einen künstlichen Wirtschaftsfrühling zu schaffen, mit allen negativen Begleiterscheinungen, die heute ein Nochmehr an Konsum, Technik, Computern und Verkehrsmitteln bewirken, wobei der Schaden für die Allgemeinheit stets grösser ist als der Nutzen. Arbeitslosigkeit, Ausgleich zwischen arbeitenden und nichtarbeitenden, zwischen armen und reichen Menschen sind ein geistiges Problem und lassen sich auch lösen, ohne dass man wirtschaftliche Allmacht und gestrige Wirtschaftstheorien zum Schaden aller ad absurdum führt.

Die Medizin heisst nicht Wachstum um jeden Preis, sondern Selbstbeschränkung und Befriedigung der wichtigsten Bedürfnisse weltweit, Angleichung, das heisst starke Erhöhung der Rohstoffpreise an den echten Wert der bald aufgebrauchten Reserven und Kapitalgebung zu lebbaren Konditionen. Die Anhäufung unermesslichen Reichtums zur Verfügung einzelner Personen und Unternehmen müsste zukünftig als das gewertet werden, was es ist: Diebstahl am Mitmenschen infolge ungerechter Gewinnmargen oder Ausnützung von Schürfrechten oder Bohrrechten zulasten der kommenden Generationen und schliesslich Ausnützung von Monopolsituationen zum Schaden der grossen Mehrheit der Konsumenten. Wirtschaftliche Macht ist in diesem Umfeld das Mittel, um jede wirtschaftliche Gerechtigkeit im Verteilungskampf zu verhindern.

Deshalb ist, wie für die Ökologie, unter der Führung eines integeren Wissenschaftsrates, auch für die Wirtschaft eine Schiedsstelle mit grosser Autorität zu schaffen, die mit der Kompetenz versehen ist, weltweit protektionistische Tendenzen, Ausnützungsrechte und Monopolmissbrauch zulasten der jetzigen Allgemeinheit und zukünftiger Generationen zu verhüten ...



Schlussfolgerungen

Sie finden alle vorgehenden Lösungswege utopisch, weltfremd oder gar selbstgefährdend bis selbstvernichtend; sie erst würden das destruktive Resultat erbringen, das diese Schrift eigentlich verhindern will? 

Nichts hindert uns, die Alternative zu den präsentierten Lösungen zu sehen:

Das Resultat des heutigen Laisser-faire im Bereich von Computerisierung, Arbeitsrobotern, Umweltzerstörung, Volksverdummung über willfährige Medien und ihre schauspielernden, verantwortungslosen Drahtzieher aus Politik, Religion, Wirtschaft und Militär, resultierend in voraussehbaren riesigen Heeren von Arbeitslosen und verarmten Volksschichten, selbst in den Ländern des Westens, ist vorgezeichnet und im "Orakel 2099 - Voraussagen" festgeschrieben.

Vor der vorgezeichneten Lösung können wir uns nur zum eigenen Schaden drücken. Am Beispiel der ärmsten Drittweltstaaten ist ersichtlich, dass es auch ohne jede Alternative geht, wenn wir alle bereit sind, an den Fehlentwicklungen zugrunde zu gehen.

Im Bereich der Religion werden zudem auch die "zivilisierten" Völker dieser Welt erkennen, dass der selbsterwählte Gottesvertreter in Rom gegen die Lehren Christi handelt, wenn er moralische Grundsätze bezüglich des Lebens VOR der Geburt aufstellt und zugleich ohnmächtig und gottergeben den millionenfachen Hungertod des Lebens, NACH der Geburt hinnehmen muss resp. durch das Verbot zur Geburtenregelung sogar noch fördert.

Die Hitparade der grössten Verbrecher an der Menschheit noch vor Hitler, Stalin oder dem Papst Innozenz VIII (dieser "unschuldige" und unfehlbare Papst hat im Jahr 1484 mit der folgenschweren Hexenbulle die Grundlage zur Tötung von vermutlich mehreren Millionen Menschen geschaffen) wird von jenen heute lebenden und allseits geehrten Häuptern geziert, die durch kriegerische und falsche moralische und geistige Hochrüstung den erbärmlichen Tod eines grossen Teils der Menschheit provozieren und damit Menschenopfer in einer Grössenordnung in Kauf nehmen, die - begründet aus dem heutigen exponentiellen Bevölkerungswachstum - früher gar nicht möglich war. Zu den unwillentlichen und unwissentlichen Handlangern für unkalkulierbare, zukünftige "Verbrechen" an der Menschheit gehören allerdings auch Wissenschaftler wie Teller, Oppenheimer, Hahn, Einstein, Friedman und viele andere. Diese und andere Wissenschaftler erarbeiteten die Grundlagen zur möglichen Selbstvernichtung, worauf die dummen Politiker und Unternehmensführer diese Mittel in ihrem Machtrausch einsetzten und bis zum heutigen Tag dauernd noch verstärkt missbrauchen. Als Konsequenz werden Natur, Tier und der Mensch selbst missbraucht und ihrer Endlösung zugeführt.

"Die Überlebenden werden die Toten noch beneiden", ist dies der Weisheit letzter Schluss? Haben wir keine bessere Alternative im Zeitalter der Aufgeklärtheit und des technologischen Informationswahns?

Es gilt zu verhüten, dass unsere Kinder - als die Überlebenden - uns unseres früheren Todes wegen beneiden werden und uns nur noch ohnmächtig wegen unseres umwelt- und menschenfeindlichen Verhaltens verdammen können. Kein Tier behandelt seine eigenen Nachkommen so miserabel wie wir Menschen. Wie können wir das destruktive Programm im menschlichen Hirn endlich korrigieren?

Es gilt für alle Menschen aller Rassen, Religionen, Ideologien und Wirtschaftssysteme, die kurze Zeit, die uns noch verbleibt, zu nutzen, sonst werden sich die Voraussagen dieser weitsichtigen Schrift in ihrer ganzen Härte für spätere Generationen als Lebensrealität erweisen.

René Delavy - written about 1975 to 1980