Leben - Geld - Ungeheuerliches

Was ist Leben? 

 

Als heute in die Dialyse fuhr, erkannte ich, dass ich nicht durch eine Natur fuhr, sondern eine humane Kunstwelt: 

- Einkaufszentrum – McDonalds – Autobahn – Autos – Stromleitungen – Kanal – Blitzautomat – Sousterrain Garage – Lift – Blutmaschine – etc…..

 Meine eigene Tochter meinte kürzlich in einer Beiz ihrer Jugend vor 40 Jahren: 

«Papi, deine ernsten philosophischen Texte kann ich nicht lesen – aber alle Beschreibungen von Reisen und Erinnerungen, Privates, die Tiere, finde ich grossartig und amüsant. Sende mir mehr davon.» 

Willkommen im Club der Nichtsdenker. 

Nun, da ich massenhaft Zeit habe während einer Dialyse mit Einfingersystem (der andere Arm ist am SHUNT), kann ich etwas kramen in dem, was man leichthin und anormal «Leben» nennen will: 

1. Jugend 

Ein Bauernbetrieb in der Einsamkeit am Berg, keine Autos, keine Maschinen, nur Kühe und Schafe. Wenig später zurück in die Stadt in die Bars, unter Huren, Kaufmann werden, Bruder stirbt, Mutter hält Familie am Leben – der Ernst des Lebens darf beginnen. 

2. Die Pferde 

Eigentlich hatte ich es eher mit Hunden, aber ich wurde überschnorrt, mit Fjordpferden zu reiten. Wir machten Ausflüge über Tage, die Pferde im Stall, wir in Hotels und tollen Beizen – Flüssen entlang, im Galopp durch Wälder, Blitze auf allen Seiten im Gewitter, Sicht auf Berge - muss man gemacht haben. 

3. Skifahren 

Unter der Woche um 9 Uhr schon oben auf der Piste und in weiten Bögen und hohem Tempo zur Talstation und am Mittag unter der Wintersonne auf der Terrasse einer Beiz und über das Leben sinnieren, ein nicht zu übertreffender Luxus. 

4. Wien – Budapest 

Mit Freundin auf dem Rad, aber nur eine der Varianten dieses wunderschönen Sportes – auch verfolgt am TV. Über Pässe, um den Zürisee, Route Napoleon, rauf im Auto, runter mit dem Rad, halsbrecherisch, an der Côte d’Azur und im Piemont – dies ist Leben. 

5. Ferner Osten 

Beruflich in Hongkong und dann Philippinen oder Thailand oder Singapor oder Sri Lanka, damals noch Ceilon – und überhaupt, die Fremde, die Ferne, die Frauen, die Taxidriver, der Wahnsinn, die Relativität – ein ganzes Buch darüber geschrieben. 

6. Pousada und Paradores 

Einmal von Lissabon aus und dass andere von Granada in Andalusien, mit Mietautos, Von Schloss zu Schloss, Essen wie Gott in Frankreich und riesige Erlebnisse auf beiden Reisen. Es bestehen Texte mit ausführlichen Erklärungen was jeweils in den Orten und Städten und Stränden geschah. Es ist zu erwähnen, weil es wirkliche Abenteuer waren. 

7. Côte d’Azur 

Per Zufall eine kleine Wohnung in Roquebrune über Monaco und jahrelang Abenteuer mit Freundin und Hunden – und erst die Schifffahrten im Wohnboot nach Carcassonne oder im Elsass, die kuriosen Sylvester oder Menton als Lieblingsstadt – unvergesslich. 

8. Piemont 

Rita lädt mich ein zum 50. Geburi – in ein «Camping» - will heissen Hotel San Rocco am Lago d’Orta – und schon hat sie ein Rustico und wir verbringen herrliche Jahre bis in die Toscana, Milano, Varese, Stresa, Verona, Venice und vor allem Turin, worüber ich ein ganzes Buch geschrieben habe - «Gedanken in Turin». 

9. Hunde 

Per Zufall läuft uns ein Bergamasker zu in der Landschaft, wir nennen ihn Nick – und es folgen: Clochy, Leon, Struppi, Farina, Melody, Alexis… - ein Drama die kurzen Leben und der Tod, doch auch folgten unzählige Geschichten, lustige und traurige, aber unser Leben ohne Hunde wäre niemals so wertvoll gewesen. 

10. Alt werden 

Keine Hunde mehr, aber eine Katze – und ich und Rita sind sehr alt geworden und dies alles wird Vergangenheit sein. Aber – es war…. – zudem geht es allen Anderen auch nicht besser. Man soll die Gegenwart nehmen wie sie ist, eine andere bekommen wir nicht. 

 

FAZIT 

Dies alles hier ist der ALLTAG, nicht eigentlich das Leben.   

Ohne die Relativität, die Natur, das Universum ist alles nur Gequatsche um eine «Existenz» und völlig irre und wertlos. 

Und merke: Menschen können nicht denken. 

René Delavy – Côte d’Azur – June 16, 2026 

 

Wohin das Geld geht 

Heute um Trump fast nur noch in Waffen und Kriege, Defizite, Börsen, an die Juden und Reichen, für den Luxuskonsum und das Fliegen, den Sex, die Ehefrauen, das uns verblödende Netz, KI, Beschiss und Bluff. 

In Zukunft wird es radikal anders laufen – in etwa: 

1. Billionen in die Ökologie, will heissen, nutzlose Ausgaben gegen Absturz der Menschheit. 

2. Billionen in die Rettung der Staaten mit ihren gigantischen Schulden und Konkursen ohne Ende. 

3. Billionen in die Banken, denn Geld ist wertlos und alle Wertpapiere ein purer Bluff, man verkauft Illusionen. 

4. Billionen für die Wasserbeschaffung weil alles Grundwasser verbraucht ist und jetzt erst die Dürren kommen. 

5. Billionen für marode Kanalisationen, Stromnetze, Autobanen und Bahnen, Infrastrukturen, kaputte Äcker – ohne Sinn weil zu spät. 

6. Billionen für Armutsbekämpfung und Nahrungsbeschaffung – für die Katz, weil Kriege alles verschlingen. 

7. Billionen für den Trumpismus und andere Arschlöcher, die uns eine heile Welt vortäuschen und uns den tödlichen und jüdischen Neoliberalismus ins Chaos brachten. 

 

Und da wäre noch das Krankheitswesen und die Irrenhäuser, aber dies würde zu weit führen. 

Und dabei vergesse ich die Altersrenten, Versicherungen, Bildung, Verwaltung, Schäden durch KI, Arbeitslosigkeit, Events, Sport, AKW. 

Die Menschheit – dümmstes Tier im All? 

Schlimmer: Baumeister einer Apokalypse – nur Gott hat es noch lustiger. 

Und ER existiert nicht…… 

René Delavy – Weltbank – June 2026 

 

 

Ungeheuerlich ist das Leben –

Ungeheuerlich ist der Mensch 

folgt.............................