Die Schweiz

Was ist die Schweiz? 

 

Per Zufall stosse ich im «Literatur-Zimmerli» auf ein Buch von Hans Küng «Die Schweiz ohne Orientierung?» - Europäische Perspektiven» – aus dem Jahr 1991 (700 Jahre Schweiz) – noch eingewickelt in Plastik - und lese es kurz quer. 

Der Mann der Religionsgläubigkeit hoffte auf eine Schweiz in der EU mit Einfluss in Ökumene, Frieden, neue Weltordnung, mehr Frauen an der Macht, mehr Soziales und mehr Natur und mehr Kirchen.

 

Schön, schön. 

Aber was noch kommt - in Zukunft, davon hat der Knilch keine Ahnung. 

Es sind immer diese gleichen hoffnungsfrohen Sermone, die mich zu Tode nerven. 

Sehen wir mal was die Schweiz ist und war und sein wird. 

 

Die Schweiz war einmal

Ein kriegerisches Land und sie machte Kriege und Schlachten für andere rund um Europa. Es war immer ein sehr armes Land mit viel Bauernschaft und wenig Respekt im Ausland, nicht wie Frankreich oder die Briten oder heute die Amis. 

Dann kam die Industrialisierung, die Finanzen, die Banken, die Steueroase – und alles änderte sich. Knapp konnte man die Teilnahme an zwei Weltkriegen vermeiden mit einer geschissenen Neutralität, die nie existierte. 

Und so kam man in die tolle Gegenwart des Niedergangs. 

 

Die Schweiz heute 

Es ist das reichste Land der Welt geworden, was dem Trump gar nicht passt, er will dass mit MAGA die USA das reichste Land der Welt werde. 

Die Schweiz wurde gross mit ihrer Industrie und Pharmazie und Handel und Banken und Tourismus. 

Sie wollte nicht in die EU und konnte 50 Jahre lang immer nur die Rosinen picken aus diesem Verhältnis. Und will dies auch in Zukunft tun dürfen. 

Heute herrscht grosse Unbestimmtheit und die Neutralität ist total weg und ein Bluff. Der teure Schweizerfranken ist ein Vorteil und eine Pest. 

Irgendwie kommt mir mein Land wie ein Blatt im Wind vor. 

 

Die Schweiz morgen 

Nun ja, sie wird ausser Europa bleiben, aber immer tun, was Europa und die USA und Israel und die Juden wollen. 

Natürlich ist das Wasserschloss Europas im Vorteil ökologisch, aber die Katastrophe des Klimakollapses wird auch die Schweiz treffen und wenn die Strasse von Hormus zu ist, geht auch die Schweiz bachab. 

Man hat Angst, dass Europa und somit die Schweiz, die dauernd von Touristen und Migranten überrannt wird, sogar völlig unbedeutend werde. 

Da kann ich nur lachen: Afrika, Indien, China stehen vor einer Umweltkatastrophe und gehen wirtschaftlich dem Ende entgegen. 

Die USA und die Juden werden geächtet und sind im Niedergang. Der Süden hat ökologisch keine Chance mehr und bald fehlt überall das Wasser. 

Kurioserweise sind Russland und Kanada und Skandinavien im Norden noch am längsten überlebensfähig, wenn die Finanzen krachen, die Schuldentürme bersten, die Weltwirtschaft in sich zerbricht und die ökologischen Katastrophen ein Überleben der Zivilisation unmöglich machen. 

 

Die Schweiz war immer ein Sonderfall ohne Orientierung. 

Europa war einst die Weltmacht in der Kolonisation und China total am Boden unter Mao. 

Toll ist es, dass in Zukunft ALLE am Boden sein werden, weil die Menschheit von einer Blödheit ist, die nicht bezahlt werden kann. 

Die Apokalypse kommt? Ja, was denn sonst? Etwa ein Hans Küng? 

 

So, dies war eine enorme Kurzfassung der Geschichte meines Landes, aber wie immer: 

Es wird genügen! 

 

René Delavy – Côte de Ütlibersch – June 2026

 

Wird die Schweiz Infantino Weltmeister? 

Ach was – keine Chance - Xhaka macht den Vogel und sonst gor nix. Sie sind nur hell im Bett, nicht auf der Platte und nicht in Trump-USA. 

Aber die Anderen? 

Deutschland täuscht Stärke vor – gehen auf Knien vor Trump.

Italien ist nicht dabei – finden das Tor nicht.

Brasilien – Neymar wälzt sich im Gras.

Argentinien - Messi ist durch und trifft nur Schienbeine.

USA – nur wenn Trump spielt. Und die Kriegsgurgel darf spielen, nicht Russland...

Fronkraisch? Mpapi ausser Form. 

Israel - nur in Auschwitz eine grosse Nummer: Nicht in Gaza. 

England – Sie verlieren immer und siegen nur in der Dreckspresse.

 

Also wer wir Weltmeister der Einfaltino FIFA? 

Curacao. 

Delavy 

 

1975 - Letzte Chance


Studie aus dem Jahr 1975

Publiziert im Dezember des Jahres 1975 in einer Zeitung der Schweiz 


DIE LETZTE CHANCE

Mahnmale für die moderne Zivilisation

Wir leben in einer entscheidenden Zeitphase. Nach einem beispiellosen Wirtschaftsboom stehen wir vor einer gänzlich veränderten Landschaft: Inflation, Rezession und Arbeitslosigkeit heissen die wichtigsten Sorgen der Regierungen, der Wirtschaft und des Mannes von der Strasse.

                Als Reaktion auf die Rezession treten kurzfristig wirkende Aktionen an die Stelle weitsichtiger Planung. In geradezu fataler Weise werden Ursachen und Wirkung im Weltgeschehen miteinander verwechselt, was zu schwerwiegenden Fehlentscheidungen führt, die mit kaum zu korrigierender Wucht auf die Zukunft der Menschheit einwirken.
 
                Langfristige Aufrechterhaltung einer menschenwürdigen Lebensqualität wird kurzfristigen wirtschaftlichen Vorteilen geopfert. Die Politiker überbieten sich im Versprechen eines baldigen Aufschwunges der Wirtschaft, unterschlagen uns jedoch gleichzeitig die wesentliche Wahrheit über die Ursachen unserer gegenwärtigen Situation.


Wiederwahl, Rendite und Arbeitsplatz

Seit Jahrzehnten wurde dem Moloch "Wachstum" im Einvernehmen der Politiker (deren höchstes Ziel die Wiederwahl ist) mit den Unternehmern (die möglichst hohe Renditen einkassieren möchten) und der Mitwirkung der Gewerkschaften (die nicht den Menschen, sondern die Lohnsteigerung und den Arbeitsplatz sichern wollen) absoluter Vorrang gewährt.
 
                Einsame Rufer in der Wüste erwähnten allerdings den Raubbau an der Natur, Abbau von Agrarfläche, horrende Verschwendung unwiederbringlicher Rohstoffe, Verschleuderung der Energiewerte, Verschmutzung der lebenswichtigen Faktoren Luft und Wasser, Überdüngung des landwirtschaftlich genutzten Bodens - kurz: alarmierende Verminderung der Lebensqualität bei stark steigendem Bruttosozialprodukt, zahlenmässig zunehmendem Volksvermögen und grosser Konsumfreudigkeit 
 
                Das schleichende Gift dieser weltweiten Entwicklung scheint allmählich auf den einzelnen Menschen einzuwirken: Als ich kürzlich eine ausländische Grossstadt besuchte, war ich von der Apathie der dortigen Bevölkerung anfänglich überrascht. Nach einigen Stunden bemächtigte mich jedoch selbst eine Art abstumpfender Lähmung der geistigen Wachsamkeit. Die Abgase des Verkehrs, der mit achtspurigen Autobahnen in die Stadt geschleust wird, beginnen ihre Wirkung zu tun. Kein Taxifahrer, der in dieser Stadt nicht hustet oder schwer atmend keucht. Kopfschmerzen, asthmatische Anfälle und Kreislaufstörungen sind die sichtbaren Symptome einer den Bedürfnissen des Menschen nicht gerecht werdenden Entwicklung. Doch wie reagieren die betroffenen Menschen auf diese sichtbaren Zeichen? Neigen sie zu Fatalismus - oder hoffen sie auf den nächsten Boom, der eine Verbesserung der Verhältnisse vortäuscht, in Wahrheit jedoch die verheerende Fehlentwicklung beschleunigen wird?

Unsere Lebensgrundlagen lassen sich nicht managen!

Nach allgemeiner Auffassung ist die Rezession primär von der Inflation verursacht worden, weil sie an der Substanz der Unternehmung zehre und dadurch die Investitionsfreudigkeit hemme. Zudem habe der von der OPEC ausgelöste Ölschock weitere Rohstoffproduzenten zu Preissteigerungen ermutigt, was in der Folge das wirtschaftliche Erzeugen von Fertigprodukten in den westlichen Industrieländern in Frage stellt. Am Ende der Kette stehe als Konsequenz massive Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit.
 
                Diese Theorie lehne ich als unzureichende Analyse der weltwirtschaftlichen Lage ab, da sie sich in den gleichen engen Gedankenbereichen bewegt, die für die Förderung materieller Vorteile auf Kosten der natürlichen Substanz verantwortlich sind. Es triumphiert die Machbarkeitstheorie über die elementarste Vernunft.
 
                Die eigentliche Ursache für das wirtschaftliche Fiasko muss bei der Bewusstseinsbildung in Bezug auf die voraussehbare Entwicklung der heutigen Zivilisation gesucht werden. Der einzelne Mensch wird sich immer mehr bewusst, dass es höhere Lebenszwecke geben kann als den Konsum aller möglichen Dinge, die zwar dem Besitz- und dem Machtbedürfnis entgegenkommen, jedoch im Zeichen des Massenkonsums nicht mehr das halten können, was sie versprechen: Was nützt der Tausch einer Mietwohnung mit Aussicht auf eine unversehrte Landschaft gegen ein Eigenheit mit Ausblick auf uniforme Eigenheime? Was nützt ein protziges, ultraschnelles Autor, das genauso im Verkehr stecken bleibt und sich an dieselben Geschwindigkeitsgrenzen halten muss, wie ein kleines Fahrzeug? Wie können sich Ferien lohnen, wenn ein dicht besiedeltes Industriegebiet gegen eine von der Ferienindustrie verschandelte Landschaft eingetauscht werden muss? Wie können zoologische Gärten noch eine heile Tierwelt vortäuschen, wenn man gleichzeitig darüber informiert wird, dass zahlreiche Tierarten dem Konsumwahn einer verdorbenen Zivilisation geopfert werden?


Die "heile Welt" des Geldes

Der sich aufopfernde Manager darf je länger je eher mit Gesundheitsschäden rechnen, als dass ihm sein Einsatz durch echte Verbesserung der Lebensqualität vergolten würde. Steigende Zahlen auf dem Bankkonto und zunehmender Besitz von Aktien und Obligationen sind lediglich Vortäuschung besserer persönlicher Verhältnisse.
 
                Es mag für den einzelnen Arbeiter von kurzfristigem Vorteil sein, wenn Arbeitsplätze in schwer umweltbelastenden Industrien erhalten bleiben - die Gesellschaft hat jedoch die sozialen Kosten zu tragen. Desgleichen könnte wohl die Exportquote (und damit die Beschäftigungslage) verbessert werden, wenn der Rüstungsindustrie freie Bahn zur unbeschränkten Entfaltung gewährt würde - es kann aber durchaus sein, dass sich diese Exportgüter über kurz oder lang gegen die Exporteure selber richten. Ausserdem braucht man kein Moralist zu sein, um festzustellen, dass jede exportierte Waffe dazu bestimmt ist, Menschen zu töten - sei es, um korrupte Machtapparate zu zementieren oder um wirtschaftliche Vorteile zu erzwingen.
 
                Bei erhöhten Bedürfnissen einer explosionsartig zunehmenden Bevölkerung werden sich die Regierungen der Entwicklungsländer darauf besinnen müssen, ihrer Bevölkerung die Grundbedürfnisse (Nahrung, Kleidung, Wohnung) sicherzustellen, um politisch bestehen zu können. Die enorme Sozialisierungswelle der Nachkriegszeit hat nichts von ihrer Dynamik eingebüsst und der Zeitpunkt ist in die Nähe gerückt, zu welchem die westliche Zivilisation ihre Einflussnahme in der Dritten Welt zurückschrauben muss.

Neue Massstäbe

Als Folge wird sich die Frage stellen, ob hochwertige Industrieprodukte weiterhin gegen Nahrungsmittel, Rohstoffe und Energiewerte eingetauscht werden können. Wenn die primäre Sorge des Überlebens einer Bevölkerung die Politik zu bestimmen beginnt, werden neue Massstäbe angesetzt werden. Wir werden uns zum Beispiel an den Gedanken gewöhnen müssen, dass kernwaffenstarrende Grossmächte - die sich heute schon nicht schämen, korrupte Regierungen zu unterstützen - eines Tages auch bereit sein werden, in erpresserischer Weise die Rohstoff- und Energieströme der Welt nach ihrem Gutdünken und nach Absprache umzuleiten. Die nationalegoistischen Prinzipien, die seit Jahrtausenden Bestand hatten, würden zuungunsten der übrigen Welt eingesetzt und der heute schon ungleich verteilte Kuchen in Zukunft noch ungerechter zugeordnet.
 
                Unter diesem Aspekt gesehen, ist es nicht unwesentlich, festzustellen, dass in der Schweiz seit dem Zweiten Weltkrieg bestes Agrarland im Ausmass des Kantons Thurgau verbaut worden ist - wogegen nun (bei der letzten Missernte vor zwei Jahren) in der Kornkammer der Welt (den USA) massgebliche Politiker und Gewerkschaftsbosse für eine drastische Einschränkung der Getreideexporte plädierten. Die Folgen einer auf diese Weise weitergeführte Politik sind für unser Land noch nicht abzusehen.

Vom Aberglauben der Machbarkeit

In wahnwitziger Selbstüberschätzung ist im modernen Zeitalter ein Mechanismus der Technologie- und Industriegläubigkeit in Bewegung gesetzt worden. Man macht Pläne für das Wiedererstehen von tropischen Regenwäldern (die der kurzfristigen Rohstoffsucht wegen in Wüsten der Erosion umgewandelt werden), für das Belüften, Klären und Belebbarmachen von Flüssen, Seen und von ganzen Küstenstrichen und Meeren (Rhein, Luganersee, Ostsee, Mittelmeer); für die Bewässerung ganzer Steppen und Wüsten und für die Steigerung des Bodenertrages durch vermehrte Düngung. 
 
                Die bisherige Entwicklung in diesen Bereichen straft jedoch jeden diesbezüglichen Optimismus Lüge. Nicht der Mensch, sondern die Natur setzt die Grenzen des Machbaren. Nur innerhalb dieser Grenzen kann sich der Mensch in einer Weise verhalten, die seiner Art förderlich ist. Dies ist heute (noch) nicht der Fall, denn die Prioritäten sind so elementar falsch gesetzt, dass man sich fragen darf, ob der nun einsetzende Prozess der Bewusstseinswerdung nicht zu spät kommt. Meine Bedenken sind umso grösser, als die Regierungen wie die Mächtigen der Wirtschaft nach wie vor unrealistische Ziele verfolgen. Die materielle Betrachtungsweise der westlichen Zivilisation hat ihre Wirkung getan, ist in die Wurzeln des Denkens eingedrungen und hat dafür gesorgt, dass zusammenhängliches, globales Denken verpönt ist.

Die wahre Lage erkennen!

Ein fundamentales Umdenken steht am Beginn des Weges zur Lösung der skizzierten Probleme. Erst danach kann die gedankenlose Verschleuderung unvermehrbarer oder nicht wiederherzustellender Naturgüter (Tiere, Boden, Energie- und andere Rohstoffe) zur Herstellung selbst zerstörerischer Dinge wie Waffen, Renommierwaren und unnütze Konsum- und Investitionsgüter eingeschränkt werden. Die dadurch freiwerdenden Mittel und Arbeitskräfte sollten gezielt auf der Basis einer Globalplanung zur Erhaltung und Wiedergesundung unserer Umwelt und zur Deckung der Grundbedürfnisse der Menschheit eingesetzt werden. Zudem sollte dem erschreckenden Gefälle zwischen Besitzende und Besitzlosen innerhalb von Nationen und zwischen den Nationen selbst gezielt entgegengewirkt werden.
 
                Eine Veränderung der Lebensgewohnheiten ist mit politischen Mitteln allein kaum zu verwirklichen. Es kommt darauf an, dass die Basis die wahre Lage erkennt, dadurch eine grundlegende Sinneswandlung einsetzt und der Wille zur Veränderung aufgrund wertvollerer Ideale zu einem Druck auf die politischen und wirtschaftlichen Institutionen führt.


Die letzte Chance

Leider ist es heute wenig sensationell, solche schwer durchschaubaren Tatbestände dem Normalverbraucher von Massenmedien, Boulevardblättern und anderen "heile Welt" vortäuschenden Sinnesbeeinflussern schmackhaft zu machen. Zudem ist anzunehmen, dass die herrschenden Machtstrukturen im Rückzugsgefecht dazu dienen werden, dem Druck der Basis möglichst perfide entgegenzuwirken oder gar durch geschickte Vorsetzung falscher Ideale oder so genannter Sachzwänge ihn erneut in selbst zerstörerische Kanäle zu leiten, die den Niedergang unserer Zivilisation herbeiführen müssten.
 
                Was Not tut, ist eine Rückbesinnung auf die wesentlichen Werte, die dem Menschen eine vernünftige Lebensqualität garantieren und langfristig das Überleben unserer Art sicherstellen.
 
                Heute haben wir, vielleicht, noch eine echte letzte Chance, die vermeintlichen materiellen "Vorteile" unserer kapitalistischen Lebensideale einer besseren natürlichen Lebensqualität unterzuordnen. Morgen könnte es zu spät sein. Wir müssen die Harmonie mit den Urgesetzen unserer Lebensplattform Erde wieder finden, sonst geht die Spezies des Homo sapiens ihrem Untergang entgegen.


geschrieben im Oktober 1975
von René Delavy
 
Autor von "10 Maximen zur Weiterexistenz", "CHAOS"  und "Macht x Dummheit = Selbstzerstörung"


Dank Valentin Oehen in "Volk und Heimat" publiziert - als erster veröffentlichter Text von DELAVY