U.S. Romancier Philip ROTH - Betrachtungen
Drei Bücher bestellt und noch zu lesen - doch es besteht bereits eine Kritik:
Über Philosophen wie Nietzsche, Kant, Descartes oder Machiavelli oder Sartre oder Habermas kann man eine KRITIK schreiben, weil so viel anfechtbar ist an diesen halbschlauen Philosophien.
Bei den Wirtschaftstheoretikern wie Keynes, Friedman, Karl Marx MUSS man sogar eine Kritik schreiben, weil alle diese Theorien absolut hanebüchen sind.
Bei den Schriftstellern und Romanciers ist es eigentlich falsch zu kritisieren, weil die freie Form der Schriftstellerei in der Literatur eine wahre Kritik gar nicht zulässt, denn JEDER Autor ist frei so zu schreiben wie er will, seine eigene Form zu finden, seine eigene Wortwahl und seinen eigenen Stil und seine eigenen Themen. Lediglich bei Sachbüchern darf ein Genie sich äussern, wenn er die totale Unsinnigkeit des Gegenstandes einer staunenden Öffentlichkeit darbieten will.
Doch nun gehen wir ein, auf einen der Besten - Philip Roth.
Die wahre Kunst von Philip Roth
Wenn Philip Roth, der U.S. amerikanische Romanschriftsteller, wieder einmal seine Serie von immer gleichen Lebensgeschichten im amerikanischen Raum fortgesetzt hat, schnellt das Buch sofort in allen Bestseller-Listen der Welt an die erste Stelle, denn seine Bücher werden fast automatisch in alle Sprachen übersetzt.
So auch mit seinem letzten Roman - "Nemesis".
In einer Zeitschrift fand ich eine sehr lobende Kritik zu diesem Roman mit Titel:
"Vom Unsinn der Sinnsuche"
Darin wird in meinen eigenen Worten ausgedrückt etwa gesagt, dass Philip Roth immer mehr von der Suche nach Sinn im Alltagsleben der Amerikaner in eine Hoffnungslosigkeit des Seins abgedriftet sei, wobei der Höhepunkt mit dem Roman "Nemesis" erreicht sei. Das Fazit des Lebens und damit auch des Romans sei eigentlich die Lehre "vom Unsinn der Sinnsuche" -
Zitat aus dieser Kritik: "Philip Roth steigert sich mit "Nemesis" nochmals um eine atemberaubende Version seiner scharfsinnigen Beschreibungen der "condition humaine". Hat er vor einem Jahr mit "Die Demütigung" noch ein furioses Spielfeld um Verrat, Demütigung, Verlangen, Lüge und Leidenschaft eröffnet, das wenigstens einen Funken von Hoffnung zündete, präsentiert er uns in "Nemesis" nur noch bestürzende Fragen, die unversöhnt im Leeren stehen bleiben." -
Es geht im Roman ganz kurz gesagt um einen einfachen Mann auf der Suche nach Sinn, nach Liebe mit einer Frau und nach Glück. Eigentlich findet er alles, doch der Zufall will es, dass er Träger einer schlimmen ansteckenden Krankheit ist und damit die Kinder, für die er eine Nische des Glücks mit Sport schaffen will, in den Tod und Verstellung bringt. Die eigentlich nicht angebrachten Schuldgefühle (denn wo ist seine Schuld?) erschlagen ihn und zwingen ihn sozusagen, alles wieder kaputt zu machen: den Sinn, die Liebe und das Glück. Und somit auch den Sinn seines Lebens.
Man könnte sagen, dass dies hohe literarische Kunst sei - und in der Literatur mag dies so sein, wie es wohl auf zutrifft auf alle seiner vorherigen Romane, die bei aller Düsterheit immer auch einen Funken Hoffnung auf bessere Zeiten offen liessen.
Und hier setze ich an mit der kritischen Feststellung:
Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, das Verbrecherische am amerikanischen Lebensstil als Forerunner eines irren Denk- und Kapitalisten-Systems für die Welt - und nur über die Befindlichkeiten und Gefühle der Menschen schreibt, ist im Sinne von Dostojewski ein "Idiot".
Meine Hauptkritik an Romanciers (die Idiotie der Sachbuch-Schreiber ist ohnehin so riesig, dass sich hier jede Betrachtung verbieten sollte, sofern es nicht ein Auftrag ist, die Normalmenschen vor ihrer eigenen Dummheit zu schützen) - also in der Schriftstellerei von Romanen, fussend auf der Beschreibung von normalem Leben - ist es ein unwiderlegbarer FAKT, dass diese eine ewige Mühle des Gleichen darstellen.
Hat man EINEN Roman gelesen, der grossartig ist, hat man eigentlich schon alles erfahren über: Was Menschen-Leben ist, was Gefühle sind, wie sich die Zufälle, Charaktere, Geld und Gut oder eben auch Armut und Hoffnungslosigkeit, auf Situationen in den Romanen auswirken können. Wobei ein Roman IMMER, genau wie ein Hollywood-Film, ein reines Konstrukt ist und mit der gelebten Wirklichkeit beinahe nichts zu tun hat. Der Schriftsteller kriegt jede Situation so hin, wie sie im wahren Leben weder so erlebt noch so empfunden werden kann.
Leben ist Leben - und Schriftstellerei ist im besten Falle nur Kunst.
Man kann es tun - eigentlich immer wieder denselben Quatsch eines Modells "des Menschen im Mittelpunkt" (bei zusammenkrachenden Verhältnissen aus eigener Schuld auf einem verlorenen Planeten) schreiben, doch es macht in Tat und Wahrheit kaum echten Sinn.
Schon aus diesem Grunde ist die These "Vom Unsinn der Sinnsuche" in sich selbst schon wieder reiner Unsinn. Und deshalb habe ich schon immer festgestellt, dass LITERATURKRITIK nichts anderes sein kann als totaler Unsinn. Es ist etwa vergleichbar mit dem Wahnsinn in der "Wissenschaft" im Bereich von Gen-Manipulationen oder Gehirnforschung.
Die Stumpfsinnigkeit der Bestsellerlisten
Jedermann und jede Frau ist frei, Romane zu kaufen und die Wahl gemäss Bestsellerlisten vorzunehmen. Es ist ein Menschenrecht zu lesen und ich selbst habe unzählige Romane, Schriften von Philosophen, Sachbücher und Erzählungen gelesen. Ich mache in meiner Freizeit fast nichts anderes als Schreiben und Lesen - heute. Früher hatte ich viel zu tun im Beruf, dann mit Sport, immer noch TV-Schauen, Radio-Hören und eben, jeden Tag die Zeitungen, wo absoluter Unsinn steht, weil es immer nur um die Schredderung eines irren Status Quo geht und niemals je eine sinnvolle Ursachen-Wirkungskette aufgebaut wird.
In diesem Sinne wird der Tag kommen, wo meine 10 Bücher die ersten 10 Plätze aller Bestsellerlisten der Welt füllen und dann sozusagen auf ewig dort verbleiben werden.
Warum? Ganz einfach: Weil ich der einzige Schriftsteller bin, der je die gesamte Wahrheit über das Welt-Theater geschrieben hat: Der Wahnsinn in der Vergangenheit, das verheerende Resultat in der Gegenwart auf allen Gebieten, also in Ökologie, Politik, Kriege, Wirtschaft, Finanzen, Kultur und dem ganzen Rest von Fakten auf einem viel zu eng gewordenen Globus.
Wenn die von Philip Roth an ihr Ende gekommene Menschheit verstehen wollen wird, wie alles gekommen ist und welche Zukunft auf sie wartet, haben sie nur meine Bücher - doch jene von Roth können sie getrost auf die Abfallhalden der verbleibenden Rest-Zeit schmeissen.
Wolkenkratzer im Ozean
Wenn es überhaupt Sinnbilder der Zustandes der Welt - in den jetzigen Tagen - geben soll, neben den 100 anderen Storys meinerseits, die dieses CHAOS umschreiben sollten, so kommt mir neu gerade diese Situation in den Sinn:
Die ganze Welt des Menschen ist vergleichbar mit einer Phantasie, wo sie alle in einem gigantischen Wolkenkratzer leben, der in einen Ozean hinein gebaut worden ist.
Ein Wolkenkratzer, der nach OBEN gebaut ist
Die Menschen mit ihren verschiedenen Sprachen leben in einem Turm zu Babel. Sie haben es zwar zu etwas Wohlstand gebracht, doch eigentlich verstehen sie nicht viel von der ganzen Sache des Seins. Zuoberst sind die Reichsten, in der Mitte der Mittelstand und im Keller des riesigen Gebäudes die Armen. Man hat gelegentlich Aufstände und etwas Terror, doch im Grossen und Ganzen kommt man gut zurecht.
Die Sache hat natürlich einen Haken: Der Wolkenkratzer versinkt ganz langsam im Ozean und natürlich sind keinerlei Rettungsboote vorhanden, was bei den Distanzen zum Festland auch nichts bringen könnte. Es geht sehr lange, bis die Ersten es merken, diesen Niedergang, doch keiner will diesen Idioten glauben. Erst wenn die Sache offensichtlich wird, beschwichtigt die "Elite" ihre Massen, es wäre noch massenhaft Zeit den Grund zu festigen und einige Reparaturen zu machen - es sei alles nur halb so schlimm.
Doch leider sind alles nur leere Worte auf der Suche nach Sinn - und schliesslich säuft das Gebilde ab und ersäuft zuerst die Armen, dann den Mittelstand und am Schluss kommen die lieben Reichen dran, die eigentlich schon lange selbst verarmt sind und die meisten von ihnen grauenhaft massakriert vom Mittelstand und den Armen, in deren Verzweiflung.
Dies genau ist die Situation des Planeten Erde und auch von Philip Roth heute.
Ein Wolkenkratzer, der nach UNTEN gebaut ist
Eigentlich ist mir dieses Sinnbild vorhin im Bett (es ist 5 Uhr morgens den 26. Februar 2011) zuerst auf diese Weise eingefallen:
Die Menschen fanden es toll, nach dem Zusammenbruch der Systeme, auf einer Insel im Ozean einen Wolkenkratzer in die Tiefe des Raumes zu bauen. So wären sie geschützt vor den immer gewaltigeren Stürmen und Wassermassen infolge der selbst gezimmerten ÖKO-KATASTROPHE, weil die Insel ja schwimmt und aufsteigen kann mit dem Anstieg des Meeresspiegels. Auch die Trockenheiten sind auszuhalten, denn schon längst macht man aus Salzwasser feines Trinkwasser, und mit Wasserpflanzen und Fischen wird ernährt, die Energie schafft man sich mit riesigen Solaranlagen auf der kleinen Oster-Insel.
Nun wird leider festgestellt, dass ausserhalb des künstlichen Raumes des Wolkenkratzers nach unten, allmählich immer mehr Wasser eindringt. Man dichtet die Stellen und verstärkt die Mauern, was den Innenraum immer mehr verschmälert. Aber eigentlich ist die Sache hoffungslos. Der Aussendruck steigt und steigt, immer mehr Wasser sickert rein bis es zum totalen Desaster kommt. In nur wenigen Stunden ersäufte die ganze Misere von Tausenden von Menschen, also die Menschheit, in ihrem eigenen Käfig und die Wenigen, die sich nach aussen retten konnten, stehen vor dem Nichts. - Und nun haben wir den wahren Unsinn der Sinnsuche.
Round up
Eigentlich zeigt dieses Sinnbild noch besser die reale Situation der Gesamtmenschheit, denn bei näherer Betrachtung habe ich die wahren Verhältnisse auf diesem Globus in meiner Literatur genau in diesem Sinne beschrieben, vor allem:
- "Am Schluss einer Millionen von Jahren dauernden Menschheitsgeschichte geht alles sehr rasch: In der Horizontalen der Zeit, steht die Zeit für die Menschen still, weil in der Vertikalen der zerstörerischen Katastrophen gegen Ende des 20. Jahrhunderts die Linie in den Himmel steigen wird, wie eine Wand. Und diese Wand wird unüberwindlich sein. In Tat und Wahrheit kracht die gesamten Menschheit wie ein TGV in die Staumauer am Ende des Tales - weil die Menschen es sich so eingerichtet haben mit ihrem Wahn von Grösse, Wachstum, Gier, Geldsystemen und Fehldenken - ein anderes Ende der Menschheit bis 2099 ist somit undenkbar geworden----"
Man merke den Unterschied zum Geplauder eines Philip Roth und erkenne, warum gegen das Ende der Lebenszeit, nicht eines Menschen, sondern der Menschheit als Ganzes, meine Bücher die Bestsellerlisten füllen werden….
Doch davon haben weder Philip Roth noch irgendein Denker und schon gar nicht die dummen Literaturkritiker auch nur schon den Schimmer einer Ahnung.
Alle Romanciers sind ohnehin schon lange tot - nur hat dies bisher noch kein Knochen bemerkt - und am wenigsten dieser feine Herr, dieser doch ziemlich dumme Amerikaner, mit Namen Philip Roth.
René Delavy - Berlin and Bournemouth
geschrieben am 26. Februar 2011