Gedichte von Rita Pfenninger
Rita ist meine Lebenspartnerin seit etwa 1986 bis heute und etwas Besseres hätte mir nicht passieren können.
In jüngeren Jahren hatte Rita oft Gedichte verfasst, von welchen einige noch zu lesen sind.
Hier eines ihrer Gedichte und meine Ansicht zu jedem Vers:
WOHIN der Weg führt
Alles verworren. Endlose Wege.
Nichts führt zu einem Ziel
Wohin gehen, warum, für was, wozu?
immer wieder vergeblich suchen,
aussichtslos, dem Ende entgegen.
Delavy: Die Verwirrtheit des Geistes bei beinahe allen Menschen, ist auch eines meiner Hauptthemen in allen Büchern. Nur wenige Menschen können über ihr eigenes Schicksal entscheiden.
Was die Menschen noch retten könnte
machtlos in der vernichtenden Mühle
braucht zu viel Energie und Ehrgeiz
Etwas erreichen wollen, nichts falsch machen
noch mehr falsch machen geht nicht mehr.
Delavy: Es ist wahr, dass sowohl die Massen wie auch die Eliten alles falsch machen, in bezug auf die Natur und unser Überleben und dem Erreichen eines nutzbringenden Lebens für alle.
Was willst du eigentlich? Dich opfern
dafür ist es heute reichlich spät
Warum hast du früher nichts getan?
Weil… weil… du weisst es nicht genau
Die Gedanken fehlen dir immer mehr
Delavy: Kein Mensch weiss, wie er gegen die Windmühlen und dem Chaos der Gesellschaft etwas ausrichten könnte. Man möchte handeln, aber weiss niemals, was zu lohnenden Zielen führen könnte.
Die Natur zu schänden, auch ich habe geholfen
Der Mensch ist zu dumm, eigenwillig, brutal
um die verursachten Wunden der Erde zu heilen
stochert darin herum, erfindet perfides Handwerk
und sieht zu, wie sie endlich doch verblute
Delavy: Hier kommt das Wesentliche und Wahre. Es stimmt, dass die Massengesellschaft wissentlich und dümmlich die Erde und die Natur ruiniert auf ewig und nicht sehen kann und will, warum dies geschieht.
So beenden wir unser Werk, das uns im Sterben
mitnimmt, und doch setzen wir neue Kinder in die Welt
die keine Chance haben darin zu leben
trotzdem sollen sie jene Erdenbürger werden
die zu werden, wir nie selbst wagten.
Delavy: Hier wird es kompliziert. Einerseits droht immer der Tod und kommt immer. Trotz aller Schädigungen vermehrt sich die Menschheit blödsinnig und kein Mensch wagt es, an der suizidalen Entwicklung der Erdenbürger etwas zu ändern, man geht eine Apokalypse entgegen – eben dem Tod.
Es ist nicht nur der Tod des Menschen – es ist der Tod des Planeten.
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TRAUER
Wieso, warum, die Fragen quälen
man ist so ungewohnt allein
Die Stunden fängt man an zu zählen
die wir in Freud und Leid erwählen
fragt nach dem Sinn von unserem Sein
Delavy: Wenn ein geliebter Mensch (bei mir auch ein Hund) stirbt, fühlt man sich verloren und allein gelassen. Was macht noch Sinn?
Doch die Gedanken machen wirre
sie schweifen viel zu schnell umher
dann ist es gut man wird ganz stille
beruhigt sich wie das wilde Meer
Delavy: Man hat nur seine Gedanken über eine Welt, die nicht begreifbar ist. Und doch geht das Leben weiter, es macht keinen Sinn zu verzweifeln.
Und sieht das Leben hat doch einen Sinn
wenn es auch so gar nicht scheint
Du siehst in der Welt deinen Platz darin
wenn auch dein Herz so schmerzt und weint
Delavy: Wer nicht einen Sinn erkennt im eigenen Leben, ist verloren. Deshalb ist es klug sich mit allem was geschieht zu arrangieren und das Beste zu machen, was auch immer folgen wird. Auch Negatives kann zu einer besseren Sicht des Daseins führen - bei mir war es immer so.