Die Katze von Hürlimann

Thomas Hürlimann – Der Kater 

 

Nicht zu meinem Schaden habe ich kurz hintereinander den Roman «Der Rote Diamant» und «Abendspazier mit Kater» gelesen. 

Der Kerl steigert sich im Alter in der Qualität des Schreibens und wenn man sich nur auf das Literarische konzentriert, ist es natürlich genial, was der Thomi schreibt. Das könnte ein Bundesrat oder Trump nie.

Ich habe keine Lust «Den Roten Diamanten» vorzunehmen, ausser: 

Er sieht das Leben als Abenteuer - und nicht als Schicksal und Realität. 

 

Was gemeint ist, kann ich am Buch »Abendspazier eines Katers» besser erklären: 

Im Grossen und Ganzen schreibt er, der Hürli, Erzählungen zu: 

Wege – Gottfried Keller – Schweiz – Krankheit – Höheres – Herkunft - Der Berg 

 

Natürlich würde ein normaler Mensch auf die Texte eingehen und rühmen, wie sehr er die Dinge durchschaut und die Finesse des Lebens, der Natur, des Denkens herausarbeiten kann. 

Doch dieser Ansatz bewegt sich wie immer unter meiner Wahrnehmungsgrenze – besser ist es zu sehen, was das Einzelne tatsächlich ist: 

 

Wege 

Ich hatte immer Hunde und Katzen und liebte sie mehr als Menschen. Auch dem Autor geht es um Begegnungen mit Katzen, aber auch was Steine von Holz unterscheidet, Idiotien von VIPs des Holz-Theaters und das Rasen in Wegweiser. Kann man machen 

Aber in Tat und Wahrheit bewegt sich der Mensch auf Wegen des Unbekannten, hat keine Ahnung was weltweit geschieht, bewundert Idioten die nichts wissen, riskiert täglich den Tod und am Schluss geht er in die Ewigkeit des Nichts und war nie gewesen. Wer die Wege des Lebens so betrachtet, als Realität, nimmt sich und die Politik und seine Literatur nicht mehr wichtig, sondern das Ende der Menschheit aus totaler Blödheit des Geistes. 

 

Gottfried Keller 

Dieser kleine Schweizer mag nachträglich gewisse Berühmtheit erlangt haben. Aber wie alle Dichter schrieb er nur die Tragik des Lebens im Alltag und der Politik des Unsinns vom Leibe und was eine komplizierte Realität mit dem Individuum so alles anstellt. 

Interessant ist, was kein Autor je schreibt: Dass jeder die Erfassung des Alltagsgeschehens ausklammert, wie die Mächtigen die Massen verblöden und malträtieren und der gesamte Plan der Moderne der Suizid des Planeten ist und war. Hinter dieser Wahrheit verschwindet jede angebliche Berühmtheit von Idioten. 

 

Schweiz 

Die Schweiz ist der grauenvollste Staat und zudem der reichste der Welt. Diese Bauern und Banker krochen allen in den Arsch, dem Hitler, dem Napoleon, den USA, dem Geld, den Reichen und den Dummen. 

Herausragend ist die unverdiente Schönheit und Vielfalt des Landes und der Fakt, dass die Schweiz Billionen an Euros der Rich Class und allen Konzernen der Welt an Steuerleistungen durch Betrug ermöglichte und trotzdem respektiert wurde, sogar von Putin und Trumpy und Reagan und Thatcher. 

Die Schweiz als die Wiege des mörderischen Neoliberalismus ist ein Gebiet, auf welches eine Atombombe gehört und sonst gar nix. 

 

Krankheit 

Natürlich kommt Krankheit in jeder Familie vor. Mein Bruder verreckte wörtlich an einem krebsartigen Sarkom im Alter von 19 Jahren. Heute wo ich selbst alt bin, sehe ich auf eine Kaskade von Menschen zurück, die an Krankheiten gestorben sind. 

Mutter kommt verweint zurück vom UNI Spital: «René wird sterben. Vielleicht in 6 Monaten». Ich grinse: René kommt zurück per Swissair von Mombasa als Matrose auf dem Weg zum Kapitän zur See. Er wird nicht verrecken. 

Ich lese ihm stundenlang vor aus Büchern bis in die Nacht hinein. Eines Tages brüllt es aus seinem Zimmer und die Pflege verscheucht uns nach Hause. Ich halte es nicht mehr aus und gehe sonntags an Motocross Rennen, kurz bevor er stirbt. Zu seiner Ehren heisse ich René und zur Ehre meiner kleinen Mutter eben Delavy, wie es sich gehört. 

Die Sache ist tragisch, aber der Fakt wie viele Menschen einfach an Religionen, Nationen, Kriegen, Hunger, Seuchen und Dummheit verrecken, wäre hier eigentlich das wesentlichere Thema. 

 

Höheres 

Wer schrieb schon wieder: *Das Erhabene kann mir am Arsch lecken*?  Mozart?

Früher waren Religionen und Gott das Erhabene - heute der Fortschritt und das Wachstum und beides führte ganz einfach zum millionenfachen Mord durch die Macht der Blödheit der Massen und der Korruptheit der Eliten. 

Es gibt nichts Höheres, sondern nur den Tod der Spezies Mensch durch eigene Schuld und eine Entwicklung hin zur Ausrottung nicht nur von Juden, sondern der Menschheit durch die Juden der Finanzindustrie und Schaffung des Klimakollapses. 

 

Herkunft 

Die eigene Herkunft ist immer interessant. Ich zum Beispiel bin ein Ur-Sohn von JJ Rousseau. Der Kerl hatte damals in Annecy herumgevögelt und wahrscheinlich Kinder hinterlassen und so kam eben auch mein Grossvater aus das Annecy. 

Der Grossvater väterlicherseits hingegen ist ein Mischmasch eines Mühlebauers bei Stuttgart (also Hitlertum) und einer Berner Bäuerin (also Melkkuh, was ich als Verdingkind auch noch erlebte). 

Die Herkunft ist immer interessant, aber der einzelne Mensch ist immer ein Arschloch der in jeden Krieg von Popper, Friedman, Thatcher, Pinochet, Hitler, Merkel, Obama, Jinping oder Putin geht und einfach nur ein «Arsch» ist. 

 

Der Berg 

Das Berg ruft. Ich war auf zahlreichen Bergen in allen Kantonen der Swissness, auf den Füssen mit Wanderschuhen, auf Skis, auf Schlitten, auf dem Rad, im Auto, mit Bergbahnen und Gondeln. 

Eine wunderschöne Erzählung schrieb ich einst über den Besuch des Salève bei Genève mit meiner damaligen Freundin und späteren Ehefrau. Schon damals blickte ich in alle Himmelsrichtungen und erkannte als Jüngling den ganzen Wahnsinn des Seins gegen Annecy, gegen die Weltstadt Genf, gegen Fronkraisch und USA und gegen den Lac de Taney, wo meine Mutter ihre Jugend in Armut erlebte. 

Da wurde mir klar, dass mein Schicksal es sein würde, auf diesen Bergen und Tälern zu leben in Unkenntnis des Ganzen, bis dass der Tod mich scheide von Thomas Hürlimann. 

Jedenfalls sah ich Berge nie als pure Naturwunder, sondern nur als Oberfläche eines Trabanten, der einer war von Billionen im All mit Arschlöchern, die sich für Gott hielten und daran verrecken würden. 

 

FAZIT 

Das Fazit ist soeben verschwunden.... 

 

René Delavy – Côte de Annecy 

Written on Lago de Taney anno Agosto 2022

 

Kritik an Martin Suter (geboren und gestorben)

 

Neue Kritik 

Die Bücher von Suter werden immer schlechter, je berühmter dieser Arsch wird. 

Das beste Buch von ihm sei „Die verdunkelte Seiten der Monde“, sagt sein Weib und er selbst und der „Ekel“ und der MRR-Papst, unsere Swiss Literaturbekritiker von Peter der Matte. 

Nun – endlich – habe ich das Buch angeschafft und viele lustige Stunden erlebt. Nach normalen Massstäben kann man sagen: Hervorragende Lit-terat-tur. 

Nur musste ich während des Lesens mein Gehirn, oder was da so ist, völlig kaltstellen: 

Was macht ein Manager (ein Mann den das Gewissen nagt), wie ich sie zu Dutzenden kennenlernte in Züri, Zug, Genf und mit den „Big 8“ des Accountings? 

Er frisst Pillen, weil er gerne pseudo-indische Huren vögelt, wird zum Mörder sogar an Hunden und am Schluss kann er nicht einmal seinen eigenen Mörder töten, weil er wiederum Pilze gefressen hat. 

Wer weiss, dass diese Schweine von Wirtschaftsanwälten, -prüfer-, - bänker etc. nur eines im Sinne haben: Die ganze Welt um die Reichen die bescheissen und alle Gesetze so zu gestalten, dass nur die Eliten profitieren, würde Literatur wie DELAVY schreiben und nicht wie das Greenhorn, Suter, Keller, Musch, Hürlimeier, Berg*In, Lewinsky und andere Juden des tödlichen jüdischen Neoliberalismus von Reagan und Thatcher. 

Nun ja, und nun lese ich zum ersten Mal seit Jahren wieder einmal meine frühere Kritik, aber erst NACH Versand dieses Textes an die total verblödeten Bett-Verleger des SS Hitler Deitschness der Juden....

 

René Delavy – Augustus 30, 2022 

 

Ursprüngliche Kritik 

Suter und Delavy begegnen sich bei einer Vorlesung des berühmten Suter. 

Delavy. "Ich schreibe viel besser als Du." 

Suter: "Ich verfasse Bestseller, sogar in Deutschland - was kannst Du vorweisen?" 

Delavy: "Beweise - ich kann Beweise vorweisen. Hier auf der Stelle, vor Deinen Augen des Bösen---- ich sehe Du hast den Laptop dabei, kann ich ihn kurz benutzen?"  

Suter startet seinen Laptop auf und übergibt die Tasten dem Delavy und schaut auf den Bildschirm wie dieser Text hier entsteht:  

Gut, ich bin also der viel bessere Literat als Martin Suter. Ich weiss es, doch wie beweisen? Schliesslich hat Martin Suter diese Kolumne "Business Class" verfasst, einige Theaterstücke und lustige Bücher, die sich verkauften, weit über der Norm von Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt. Wie ist dies möglich, wenn doch die Mehrzahl der Menschen nichts verstehen von Business? Die Intellektuellen stellen sich weit über dieses Geschreibsel, die eigentliche Business Class wundern sich, es hat nichts mit ihrer Realwelt zu tun, die Bünzlis werten es grossartig, also die Literaturkritik, und die Leser kaufen es, weil die Kritik zu blöde ist, den tieferen Nonsense des Ganzen zu kapieren. 

Suter hat bis hieher gelesen und grinst hinterhältig: "Auf diese Weise wirst nur Dich selber überzeugen und sonst keinen Knochen. Was soll das? Willst etwas beweisen?"

 

Delavy schreibt ungerührt weiter: 

Was ist dies für eine Welt, wo Typen wie Martin Suter Erfolg haben und jene, die etwas zu sagen haben, ignoriert werden? Es ist eine Zeit der Wellness, der totalen Anspruchslosigkeit im Geiste, es ist modern und stylish nichts zu können, aber so zu tun, als könnte man etwas. Die grosse Masse liebt es, auf ihrem Geistesniveau herausgefordert zu werden. So what? Geht es um grosse Literatur, um Wahrheit, um erkennen der Facts die von Bedeutung sind oder allein um die lustige Darstellung von der Dummheit der Dummen, damit andere Dumme sich ergötzen können an diesem Ausfluss eines literarischen Nichts?

 

Suter wird langsam nervös. Etwas stimmt hier nicht. 

Es geht nicht um das Jetzt und das Warum. Es geht um die Geschichte der Philosophie und der Erkenntnis was war, was ist und was sein wird. Was kann ein Martin Suter vorweisen und was ein René Delavy? Was? - der Leser weiss es nicht? Was weiss der kommune Mensch zu einer Zeit, wo es endlich schwierig wird, die Realität noch zu begreifen, wo doch alles in ein gigantisches Chaos abdriftet? 

Ich kann nicht lügen. Ich kann keinen Blödsinn produzieren. Es geht nicht. Hier unterscheide ich mich fundamental von Martin Suter. Ich kann nicht lügen: Machen wir die Probe aufs Exempel: "Martin Suter ist der grösste Schriftsteller aller Zeiten und führt zu recht die Bestsellerlisten im deutschen Sprachraum an." Sie sehen es, es funktioniert nicht. Jeder erkennt, dass dies nur eine Provokation ist und keine Lüge. 

Soll ich Suter provozieren. Wozu? Und mit welchem Zweck? Einen Verlierer schlägt man nicht ein zweites Mal tot. Die geistige Differenz von diesem Suter und mir ist dermassen jenseits jeder Vergleichbarkeit, bewiesen durch die Texte die in der Realität bestehen, dass ich jetzt diese Kritik auf der Stelle..... 

 

René Delavy - Berlin and Bournemouth 

2010 – irgendwann im Jahr